
Der stille Kurzschluss – Teil 2
Wenn das Salz geht
Im ersten Teil habe ich beschrieben, wie ich auf die RBTI-Methode gestoßen bin und wie erste Tests bei mir extreme Abweichungen zeigten. Besonders der Salzgehalt im Urin war drastisch erhöht. Die nächste logische Frage war: Was passiert, wenn das Salz aus dem Körper verschwindet? Heute teile ich, was ich in dieser Phase erlebt habe.
Erste Tage ohne Meersalz
Nachdem ich erkannt hatte, dass der Hauptverursacher meines Zustands das Meersalz war, stellte ich meine Ernährung um. Ich suchte gezielt nach echter Steinsalz-Qualität, mahlte sie selbst und begann, alte Vorräte zu meiden.
Gleichzeitig begann ich mit einem konsequenten Trinkregime: alle 30 Minuten ein kleiner Schluck Wasser. Nicht aus Durst, sondern aus Bewusstsein. Anfangs war es schwer. Ich hatte nie das Bedürfnis zu trinken. Der Durst war wie ausgeschaltet. Doch ich zwang mich. Der Timer und die Striche auf dem Papier haben mir geholfen, mich selbst zu überlisten.
Bereits nach wenigen Tagen begannen sich Dinge zu verändern. Der Kopf wurde klarer. Die Energie stieg leicht. Ich konnte besser schlafen. Und vor allem: Die Zahl auf dem Messgerät begann zu sinken. Langsam, aber konstant.
Der Rückschlag
Doch es lief nicht alles linear. Ich aß ein Stück selbstgemachte Konserve. Nichts großes, nur ein paar Löffel. Und zack – die Salze schossen wieder hoch. Mein Zustand verschlechterte sich. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Schwitzen in der Nacht. Der Körper reagierte sofort.
Das war die nächste Lektion: Selbst kleinste Mengen versteckten Salzes konnten alles wieder kippen. Ich begann, alles zu hinterfragen. Ich prüfte jede Zutat, jede Konserve, jedes Glas Bohnen. Ich merkte: Auch alte Lebensmittel, die mit Meersalz haltbar gemacht wurden, waren ein Problem.
Mein Körper war inzwischen so sensibel, dass ich sofort merkte, wenn irgendwo etwas nicht passte. Er reagierte mit Kältegefühl, Zittern, Energieverlust, Druck im Kopf.
Die plötzliche Klarheit
Nach etwa drei Wochen ständigem Wassertrinkens und kompletter Umstellung geschah etwas Merkwürdiges. Ich vergaß eines Tages meine Wasserflasche zu Hause. Ich war unterwegs, etwa zwei Stunden lang. Und auf einmal – kam Durst. Echter, tiefer, kraftvoller Durst.
Zum ersten Mal seit Jahren!
Ich hatte begriffen: Mein Durstgefühl war all die Jahre unterdrückt gewesen. Das Ungleichgewicht der Salze hatte meine innere Regulation sabotiert. Jetzt, da sich die Biochemie langsam normalisierte, kehrten die natürlichen Impulse zurück. Der Körper wusste wieder, was er brauchte.
Die ersten Erfolge
Das Gewicht ging verloren, aber nicht auf ungesunde Weise. Mein Gesicht entspannte sich. Ich hatte keine geschwollenen Augen mehr am Morgen. Die Gelenkschmerzen wurden weniger. Die Verdauung normalisierte sich. Und vor allem: Ich hatte wieder Lust zu leben. Ich ging spazieren, fuhr Fahrrad, redete mit Menschen.
Die Zahlen sprachen für sich. Die Salzwerte sanken auf etwa 30, dann unter 20. Ich war noch nicht am Ziel, aber auf dem Weg.
Was ich gelernt habe
- Der Körper hat ein Gedächtnis. Es dauert, bis er verlernt, was ihn krank gemacht hat.
- Jede Kleinigkeit zählt. Ein Krümel altes Salz kann einen Rückschlag auslösen.
- Disziplin ist entscheidend. Ohne Konsequenz bringt das Wissen nichts.
- Du brauchst eine Gemeinschaft. Menschen, die dich verstehen, machen den Weg leichter.
Vorschau
In Teil 3 erzähle ich:
- wie sich versteckte Quellen von Meersalz in meinem Alltag eingeschlichen hatten,
- warum bestimmte Milchprodukte plötzlich problematisch wurden,
- und wie mein Umfeld auf meine Veränderung reagierte.
Bleib dran. Diese Reise hat gerade erst begonnen. 🙏
Hinweis: Vitali hat eine Telegram-Gruppe aufgebaut, in der er eine umfangreiche Informationssammlung sowie persönliche Unterstützung bietet. Die Gruppe wird in russischer Sprache geführt. Der Link: https://t.me/topvitalikrbti1